Treue
Handballer fahren nach Oybin, ins Zittauer Gebirge
Hallo, wir sind auch noch da und wollen uns mit einem
Bericht über unsere Wochenendfahrt nach Oybin im
Sportspiegel vorstellen. Wir,....ja wer sind wir
eigentlich? Wir gehören der Handballabteilung an
und sind zum größten Teil ausgemusterte Handballer
(0-Ton Jochen). Unsere Gruppe, wir treffen uns wöchentlich
1 x zur Gymnastik unter unserem Chef Jochen, besteht
nun bereits seit 10 Jahren und fand sich einmal unter
der Bezeichnung Trudeltruppe. Jochen stellte bei der
Abfahrt fest, dass wir uns den vergangenen 10 Jahren
kaum verändert hätten. Ich glaube, er hatte
seine Brille vergessen,

Nun, auch wenn die Knochen krachen und quietschen,
wir sind mit Freude und Eifer dabei und wie ernst wir
unseren Sport nehmen belegt schon die Tatsache, dass
jeder der die 100 erreicht, ausgemustert wird. Das
zur Vorstellung und nun zur Reise. Wir trafen uns am
Freitag, dem 6.9.02 mit 13 weiblichen und 10 männlichen
Mitgliedern unserer Gruppe um 14.3 0 Uhr zu unserer
5. Fahrt, diesmal in die Oberlausitz nach Oybin. Die
Namenlosen fahren ins Tal der Ahnungslosen, wenn das
nichts wird. Der "Spandauer" mit unserem bewährten
Busfahrer Isi war pünktlich zur Stelle und es konnte
losgehen. Auf lange Belehrungen über die Toilettenbenutzung
etc. verzichtete Isi glücklicherweise auch diesmal
wieder, man kennt sich eben. Unvermeidlich, wie auf
jeder Fahrt war die Einkleidung mit neuen Mützen.
Liebe Inni, sahen schick aus waren aber leider etwas
zu klein. Auch einige Spiele km-Raten, Würfeln
usw. hatten sich Inni und Jochen wieder zur Auflockerung
der Fahrt ausgedacht. Geraten wurde dies
mal in gelosten Vierergruppen mit Namen Ochsen, Löwen,
Esel, Katzen, Hähne und Frösche. Da Oybin
zum Bundesland Sachsen gehört, stand natürlich
auch ein Sprachrätsel an. So lernten wir z.B. was
ein Bargbladswäschdor, ein Gombschudoreggsbärde
oder das das kleine schwarze mit Spitze für darunter
schlicht und einfach ein Schlübbor ist. Arme Sachsen.
Stärkungen folgten in Form einer Buletten- und
Kuchenspende. War sooo lecker, vielen Dank dafür.
Nach natürlich richtig geratenen 280 km kamen wir
gegen 19.20 Uhr in der Oberlausitz an und nahmen im
Oybiner Hof Quartier. Ubrigens der Name Lausitz kommt
aus dem slawischen und bedeutet "Sumpfige Gegend".
Davon merkten wir höchstens innerlich etwas. Die
Lausitzer stammen also von den Slawen später den
Sorben ab, daher auch die zweisprachigen Schilder am
Straßenrand. Auch die landesüblichen Umgebindehäuser
lernten wir dabei kennen, Fortbildung pur. Der Abend
war kurz, wir hatten uns ja für Samstag etwas vorgenommen.
Auf dem Plan stand eine Fahrt mit der Bimmelbahn durchs
Zittauer Gebirge nach Zittau zur Besichtigung eines
Brauhauses. Unterwegs absolvierten wir noch ein Bohnenweitspucken
zur Aufbesserung unseres Spielepunktekontos.

Es folgte die Brauhausbesichtigung mit Verkostung
des gebrauten Bieres. Wir lernten, dass ein Brauvorgang
ca. 7 - 10 Stunden dauert also werden wir in Zukunft
mehr Geduld haben, wenn eine Bierbestellung mal 8 Minuten
dauert. Der Braumeister erklärte uns, dass er manchmal
auch zur Reinigung der Braukessel in diese hineinkriechen
müsse. Von der Statur her glaubten wir ihm, böse
Zungen behaupteten, dass er dabei gleich sein Seepferdchen
abgelegt hat. Das anschließende Mittagessen war
einfach irre gut und so rollte ein Teil auf die Terrasse,
der andere zum Polen-Markt. Auf der Rückfahrt verließen
wir die Bimmelbahn auf halber Strecke, um noch zu Wandern.
Über die Teufelsmühle (mit Einkehr) wanderten
wir zurück nach Oybin Das bei jedem Wegweiser "
1 km bis Oybin" stand verwirrte uns schon ein wenig,
aber wir kamen doch noch an.

Nach einer lustigen Kegelei klang der Abend mit einem
Small-Talk aus. Hier war die Rede von Kuren, Kurschatten
und geheimnisvollen Briefen. Unklar blieb allerdings,
was Jochen und Inni in den mitgeführten Säcken
hatte.'Weihnachten war doch noch gar nicht. Am Sontag
ging es nach dem Frühstück hinauf zur Burg-
und Klosteranlage Berg Oybin. Weil unsere Kondition
so sagenhaft war, zogen wir es vor, uns mit dem Oybiner
Gebirgsexpress auf die halbe Höhe fahren zu lassen.
Die Anstrengungen des restlichen Aufstieges wurden durch
eine grandiose Aussicht über das Zittauer Gebirge
weggewischt. Es war einfach schön da oben. Der
Abstieg war einfacher, es folgte ein schönes Mittagessen
und die Rückfahrt. Die Siegerehrung für die
absolvierten Spiele brachte komischerweise die Esel
auf den 1. Platz, so blöd sind die wohl doch nicht,
oder? Zum Abschluss waren sich alle einig. Eine wunderschöne
Fahrt, bestens organisiert von Reiseleiterin Ingrid
A.. Vielen Dank Ingrid, war einfac
h super. In 2 Jahren wieder, jedoch ein Name für
uns muss her. Von den Kümmerlingen über die
Trudeltruppe zu den treuen Handballern, wie haben den
Bardeiuffdrach, uns was auszudenken. Übrigens,
einige sind zur Zeit mehr oder weniger gesundheitlich
angeschlagen und aus dem Turnverkehr gezogen. Die Truppe
wünscht auf diesem Wege alles Gute und baldige
Genesung, damit wir Euch mittwochs wieder begrüßen
können. Bis dahin .....
H.H.
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