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Foto´s:
H@nsi
Hallo liebe Handballfreunde,
hallo liebe Rudower!
Müden und kein Ende
. . .
Es war wieder mal soweit!
Müden – time stand im Reisekalender. Ein Großteil
der diesjährigen Reiselustigen nutzte die Gelegenheit
der einheitlichen Anreise mit dem „ Spandauer“. Pünktlich
waren alle, mehr oder weniger gut sortiert auch. Das
Fehlende konnte aufgrund der kurzen Wege zwischen Wohnung
und Reisebus auch noch rangeschafft werden, um es dann
aber endgültig im Auto zu vergessen! Aber der Reihe
nach. Der Begrüßungsrituale überdrüssig,
stieg die Reisegemeinschaft schließlich in den
Bus und wir konnten uns unverrichteter Dinge auf den
Weg nach Müden machen. Dort angekommen wurden unsere
„ Senioren „ wohlbehütet in die Obhut einheimischer
Ortskundiger gegeben, wo man ihnen ein Bett und reichlich
Speis und Trank versprach.

Uns Aktiven hatte man
einen ruhigen, fast schon beschaulich anmutenden Rasenplatz
hergerichtet, welcher nur noch um unsere Schlafgelegenheiten
zu ergänzen war. Gesagt getan, das olympische Dorf
stand, nur die eine oder andere Isomatte konnte nicht
aufgefunden werden.
Zu diesem
Zeitpunkt jedenfalls nicht!
Etwas Essen muss der Mensch
natürlich auch, so das wir unseren eigens mitgereisten
Lidl Sattelschlepper mit den diversen baltischen Köstlichkeiten
abladen konnten und uns sogleich an den Verzehr dieser
machten. Besonders zu erwähnen sei in diesem Zusammenhang
der unheimlich routinierte Umgang mit dem Grillbesteck
unserer Sterne Köchin Wiebke, die wie immer souverän
das Spiel mit dem Feuer beherrschte. So gestärkt
konnten wir uns auf den Weg in die Sportlerlounge machen,
die für uns Aktive eine immer währende Stätte
der Begegnung und des Austausches ist und bei einem
kleinen Plausch hier und da und einem frisch gepressten
Saft für einen gemütlichen Ausklang des Abends
sorgte. Einige bemerkten aufgrund ihrer intensiven fachlichen
Gespräche nicht einmal, das die Sonne bereits wieder
aufging ( andere schon !! ).
Was ein gutes Turnier
sein will, sorgt selbstverständlich auch für
ein angemessenes Wecken, so das erst einmal die Müdener
Blaskapelle unter Samba Rhythmen über das Feld
schrammelte. Dieser Umstand sorgte bei vielen für
einen kurzeitig erhöhten Pulsschlag mit leichter
Schweißbildung auf der Stirn. Andere wiederum
befanden sich erst seit ca. einer halben Stunde in der
sog. Tiefschlafphase und bekamen natürlich wieder
mal überhaupt nüscht mit! Schönen juten
Morjen!!
Nach einem guten Frühstück
konnte es dann endlich losgehen. Schiedrsichter AAACCCHHHTTTUUUNNNGGG,
dröhnte es nunmehr bis zum Eintritt der Dunkelheit
aus den Lautsprechern. Gespielt wurde dann auch, z.B.
mit Jan`s Nase der man eine neue Form gab und dann getreu
der Fernsehsendung fragte : Was war ich ? Tanni wusste
dieses nicht so genau zu beantworten und begab sich
erst einmal in eine tiefe Konzentrationsphase, ehe sie
dann doch die richtige Antwort fand. Auch Bubu ließ
sich nicht lumpen und zeigte uns eindrucksvoll, wie
man kurzzeitig die Gesetze der Schwerkraft überlisten
kann, indem man sich beim laufen von hinten die Beine
wegziehen lässt, Arme und Beine anzieht, wie es
Fallschirmspringer tun, seiner Cousine dabei in die
Augen guckt, um dann kurze Zeit später mit dem
Kinn voran eine 6,0 hinzulegen. Bravo!
Ist
das Buch zum Thema Schwerkraft erst einmal aufgeschlagen,
legen wir doch das der Wahrscheinlichkeit gleich daneben.
Was war geschehen ? Lottogewinn ? Nicht ganz, aber doch
ziemlich nah dran. Unser Kätzchen hatte Appetit
verspürt und sich für die guten alten „ Pommes
rot-weiß „ entschieden und diese sollten selbstverständlich
in der unmittelbaren Umgebung des Geschehens, also Spielfeldrand,
verzehrt werden. Sie gesellte sich zu den anderen 225.000
Zuschauern und nahm so ziemlich an der Eckfahne platz.
Kaum zwei Nanosekunden sitzend, schlug das Spielgerät,
wenn auch unglücklich abgelenkt, in die Pommes
Schale ein. Es bedurfte zwei bis drei Sekunden der Sammlung
ehe das Kätzchen das Geschehene realisierte, dann
aber zunächst doch erstmal aufaß bevor es
an das saubermachen ging. A la bonheur meine Gute !

Gespielt wurde natürlich
weiterhin, so das die 1.Frauen das Kind nach Hause schaukelten
und das Turnier gewannen, die Männer immerhin noch
Dritter wurden und die 2.Frauen leider nach der Vorrunde
ausschieden.

Aber da hatten ja einige
noch andere Eisen im Feuer, um sich das Wochenende spannend
zu gestalten. Ein Geheimtipp von ganz besonderer Natur
ist der samstägliche Einkauf von einem gusseisernen
Ofen und zwei Bügeleisen, für das Wohlbefinden
daheim, in der Müdener Einkaufslandschaft. Tja
und weil ja mitunter auch ganz spannende Textpassagen
in unserer bundesdeutschen Zivilprozessordnung zu finden
sind, gab es diese als kleine abendliche Bettlektüre
noch oben drauf. Janz groß !
Nach der Devise : Feste
soll man feiern wie sie fallen, gingen wir auch fix
dazu über, uns auf den abendlichen Sportlerball
vorzubereiten und noch mal eben die vom Vortag übrig
gebliebenen 20-30 t Fleisch und Würstchen aufzuessen.
Hierbei nutzten wir nochmals ausgiebig die Gelegenheit
auf die kleinen Eigenheiten diverser Spielerpersönlichkeiten
einzugehen. Hier sei nur noch kurz auf das eigentümliche
Schlafverhalten von Mel K. J. Lo D.B. hingewiesen, welches
durch Claudi recht eindrucksvoll anhand einer Küchenrolle
?! demonstriert wurde. Des Weiteren erlaubte uns Jessi
einen kleinen Einblick in ihre Traumwelt, wo Mitspielerinnen
während des Spiels doch mal eben das Knie weggeblasen
bekommen und zur Rettung der nunmehr kaum zu stoppenden
Blutung, wie sollte es auch anders sein, auch wieder
eine Küchenrolle herhalten muß. Danke
im übrigen für Deine spontane Hilfe Jessi
! Wiebke hingegen hat uns recht eindrucksvoll geschildert,
das es von Vorteil wäre, erst dann an Bushaltestellen
einzuschlafen, wenn man der Polizei auch seine neue
Telefonnummer mitteilen kann und das man Claudi solche
Sachen nicht im Vertrauen erzählt ! Weltklasse
Mädels !!
Gut gelaunt ging
es nun zur Siegerehrung mit anschließendem Schluck
aus dem Siegertopf. Wer aber nun glaubt, das diese Zeremonie
keine tückischen Gefahren bereithält, der
täuscht sich ganz gewaltig. Ein scharfrandiger
Pokalbecher reißt auch schon mal die ein oder
andere Oberlippe auf. Prost V ! Lassed Dir schmecken.

Getanzt und gefeiert wurde
natürlich bis in den frühen Morgen, so das
manch einer schon Probleme hatte, das entsprechende
Behältnis für die Kontaktlinsen, ohne Hinzunahme
und anschließender Zerstörung von Hilfsmitteln,
zu finden.

Ehrungen
zur 35 jährigen Vereinsfreundschaft.
v.links
Otto Scharper, Udo Berger, Joachim Brandt

Der Tag der Abreise sollte
auch ein ganz besonderer werden. Dem Tross der Busreisenden
wurde eröffnet, das die Senioren erst noch einen
Frühschoppen machen werden und danach einen historischen
Altstadtbummel in Celle anvisiert hätten. Panik
!!!!! Jeder der nach Hause wollte versuchte noch eine
Mitfahrgelegenheit bei den sog. Selbstfahrern zu ergattern,
so das am Schluss nur noch ein versprengter Haufen von
Gleichgesinnten übrig blieb. Nun wir hatten ja
jetzt etwas mehr Zeit und gönnten uns noch das
ein oder andere Pilsken. Etwas früher als erwartet,
konnte es dann aber doch losgehen. Celle war passe und
man entschied sich für ein üppiges Mittagsmahl
in unserem Partnerstädtchen. Also, alle rein in
den Bus und zweimal so richtig mit Tempo vorbei, an
den noch immer etwas hilflos am Straßenrand stehenden
Franki. Watt´n Spaß ! Die Lokalitäten
waren auch recht schnell ausgemacht und zwei Bierchen
mit´na Boulette passen schließlich immer.
Frisch gestärkt konnte nun der lang ersehnte Heimweg angetreten werden.
Auch diese Übung wurde mit Bravour gemeistert.
Wobei sich diese Meisterleistung auf die Flasche Kümmelschnaps
bezieht, die von den etwas reiferen Herrschaften in
drei kleinen Zügen geleert wurde. Spätestens
zu diesem Zeitpunkt war klar, wo der Hammer hing. Etwas
fassungslos und verstört blinzelten auch Moni und
Tanni in die Runde, die gerne ein wenig Entspannung
im Schlafen gefunden hätten, aber feststellen mussten,
das sie ihre Heimreise mit den Freunden des blauen Dunstes
e.V. angetreten haben. Half ja alles nichts und schließlich
kamen wir alle wieder in good old Rudow town an! Bleibt
eigentlich nur noch zu sagen: bis nächstes Jahr,
wo wir dann wieder ein neues Kapitel der Rudower Spiel-
und Feierkunst aufschlagen werden!
Bericht von Alex
Hohmann

Tschüß
bis zum Juli 2004 zum
21. Heidschnuckenbockturnier
in Müden/Ö. |